Müdigkeit ist der Hilferuf der Leber

Widmen wir unsere Aufmerksamkeit mal einem Organ, das im Alltag oft wenig Beachtung findet: die Leber. Wer denkt schon an seine Leber?

Ballaststoffe sind gut für den Darm, Vitamine sind gut für das Immunsystem, Eiweiß ist gut für die Muskeln, aber was ist gut für die Leber? Und warum ist das überhaupt wichtig?

Die Leber ist ein lebenswichtiges Organ. Schon allein vom Namen her könnten wir darauf kommen. Leber und Leben oder im Englischen liver (Leber) und to live (leben). Da gibt es anscheinend einen Zusammenhang.

Die Leber ist unser zentrales Stoffwechselorgan. Ohne Stoffwechsel kein Leben. Damit wäre der Begriff „Leber“ erklärt. Aber was tut sie im menschlichen Stoffwechsel?

Sie arbeitet rund um die Uhr, speichert Vitamine, Mineralstoffe, und Kohlenhydrate, bildet Hormone, baut Giftstoffe ab, ist wichtig für das Immunsystem und an der Produktion von Verdauungssäften beteiligt. Sie hat also eine Menge Aufgaben zu bewältigen. Alkohol, Zigaretten, Medikamente, chemische Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, Pestizide, Umweltgifte… das alles filtert sie Tag für Tag und ist bemüht, es wieder aus dem Körper hinaus zu befördern. Das alles erledigt sie fleißig, doch irgendwann ist selbst bei der geduldigen Leber Schluss mit Lustig. Viele Menschen sind von einer Leberverfettung betroffen. Die meisten merken es noch nicht einmal, denn die Leber leidet still. Die Betroffenen sind dann vielleicht oft müde, schlapp, kränklich und können sich schlecht konzentrieren. Aber bringen wir das mit unserer Leber in Verbindung? Nein.

Wir können unsere Leber ganz einfach entlasten, indem wir ihr eine Pause von ihrer ganzen Arbeit gönnen. Alkohol, Zucker, Weißmehl, gesättigte Fette… das alles macht der Leber im Übermaß zu schaffen. Durch einfaches Weglassen ist schon viel getan.

Noch besser: Die Leber aktiv stärken und ihr einfach Gutes tun.

Löwenzahn gibt es als Tee (auch in Tee-Mischungen), konzentrierten Saft, Tropfen (Essenz), Kapseln oder einfach pur als Salat. Er hilft bei Verdauungsbeschwerden, regt die Galleproduktion und so den Fettstoffwechsel an. Traditionell wird er bei verschiedenen Erkrankungen der Leber eingesetzt.

Mariendistel schützt die Leberzellen vor schädigenden Substanzen und beschleunigt die Regeneration der Leberzellen. Die Extrakte der Pflanze (als Kapseln, Tropfen und Tonikum) werden bei Leberschäden eingesetzt. Mariendistel gibt es auch als Öl und kann so im Salat verwendet werden.

Bitterstoffe liebt die Leber. Sie regen die Produktion der Verdauungssäfte und den Stoffwechsel an. Sie stecken z. B. in grünen Salaten (vor allem Rucola und Feldsalat), Kräutern, Artischocke und einigen Gemüse- und Obstsorten.

Tipp: Bioprodukte enthalten meist mehr Bitterstoffe, denn sie dienen der Pflanze als Schutz vor Fressfeinden. Gespritzte Pflanzen müssen sich nicht schützen, das erledigen ja die Pestizide für sie. Bei Obst und Gemüse die Schale (falls essbar) am besten immer mit essen, dort sind die meisten Bitterstoffe enthalten.

Ballaststoffe sind sozusagen das Taxi der Giftstoffe. Alle von der Leber aussortierten Gifte wandern zum Darm oder zu den Nieren. Über die Nieren werden sie mit dem Urin ausgeschieden, vorausgesetzt es ist ausreichend Flüssigkeit vorhanden. Im Darm benötigen die toxischen Substanzen ein Transportmittel um über den Stuhl aus dem Körper zu gelangen. Diese Aufgabe erledigen die Ballaststoffe. Sie binden Gifte im Darm. 30-40 g täglich werden empfohlen. Gute Quellen sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Chiasamen und Flohsamenschalen.

Aminosäuren sind Eiweißbausteine. Es gibt eine Menge dieser Bausteine, doch zwei sind besonders wichtig in Bezug auf Entgiftung: Cystein und Methionin. Der Körper benötigt sie, um den Stoff Glutathion zu bilden, welcher eine wichtige Rolle im antioxidativen System und bei der Entgiftung spielt. Geeignete Lieferanten für Cystein und Methionin sind Fisch, Meeresfrüchte, Hähnchenbrust, Hülsenfrüchte, Tofu und Eiweiß-Shakes.

Rosmarin regt den Gallefluss und die Entgiftung der Leber an. Er ist in Tee-Mischungen enthalten und als Gewürz erhältlich. Im Topf angepflanzt können wir ihn jederzeit zum Kochen nutzen.

Salbei unterstützt die Regeneration der Leber. Auch ihn können wir wunderbar im Topf anpflanzen und zum Kochen und zur Zubereitung von Tee verwenden.

Bewegung fördert die Ausscheidung von Giften Lunge und Haut. Es muss ja nicht gleich ein Marathon sein. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft bewegen schon einiges.

Leberwickel unterstützen von außen. Hierfür einfach ein kleines Handtuch nehmen, in warmes Salzwasser tränken, auswringen und auf die Leber legen (unter den rechten vorderen Rippenbogen), Wärmflasche drauf, fertig. Eine halbe Stunde ist ausreichend. Wiederholen Sie die Anwendung regelmäßig. Zur Not tut es auch mal nur eine Wärmflasche.

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